Urlaub

 


Urlaub...endlich Urlaub...:

 

CUBA 2005
Es war der 9. Oktober 2005 früh um 5:00 Uhr, endlich ging es los Richtung Cuba. Lehnt euch zurück und genießt, was wir die folgenden 11 Tage erlebt haben...
Schon beim packen haben wir uns gut auf das Land vorbereitet, da Mangel an vielen Dingen herrscht, packten wir 14 T-Shirts, Seife, Damenstrümpfe, Stifte und Süßigkeiten ein. Die wollten wir dann je nach Bedarf an Leute verschenken, denn diese Dinge helfen Kubanern wirklich weiter.

Der Flieger startete um 9:00 aus München in Richtung Frankfurt. Dort ging es nach kurzem Aufenthalt weiter nach Varadero, Cuba. Im Flieger saßen wir wie die Ölsardinen, und da an Schlaf nicht zu denken war, haben wir uns ausführlich mit der Reiseroute beschäftigt. Es dauerte keine 10min, dann hatten wir schon unseren „typischen Urlaubsfluch“ an der Backe, diesmal hieß sie Bernd. Er kam, sprach uns an und wollte sofort mit auf Tour gehen, da ihn das gebuchte Hotel in Havanna nur langweile, wie er sagte. Wir hatten aber gleich eine gute Ausrede zur Hand, da wir nur ein kleines Auto gemietet haben und unsere großen Rucksäcke leider auf der Rückbank schon eingeplant sind, und wir somit keinen Platz mehr haben...

Endlich in Varadero angekommen, mit ca.1 Stunde Verspätung, schlug uns die Hitze auch sogleich entgegen. Nachdem das erste Geld getauscht wurde, machten wir uns auf zu Havanautos, um unseren Yaris abzuholen. Gott sei Dank hatten wir Bernd abgehängt, sonst hätte er womöglich auch noch mit uns nach Havanna fahren wollen!

Der Typ im Verleihservice konnte etwas Englisch, so waren wir beim Gespräch nicht ganz aufgeschmissen. Es ging nämlich darum, dass wir die Kaution mit Cash bezahlen sollten, da die Kreditkarte nicht funktionierte (amerikanische Bank...). So schrumpfte die Reisekasse gleich beträchtlich...Mani und ein Kollege inspizierten derweil das Auto auf’s Genauste und schrieben jeden Kratzer auf. Endlich war alles geklärt und es konnte losgehen. Wir haben einen Toyota Yaris in dunkelgrün bekommen, es gab nur eine Klimaanlage, keine Heizung. Das Auto sah von außen und innern aus, wie durch den Dreck gezogen, aber es funktionierte und alle Reifen hatten Profil. Das ist kein Standard, wir hätten fast ein Auto bekommen, wo die Hinterreifen schon ohne Profil waren, da wird wirklich alles vermietet!

Bevor wir losfuhren, fragten wir noch, wie wir das mit der Rückfahrt machen, wenn wir das Auto abgeben und dann wieder die 40km zum Hotel zurück müssen. Gar kein Problem wurde uns gesagt, einfach 20L Sprit im Tank lassen, dann würde man uns schon zum Hotel fahren. Hmmm...man muss sich vorstellen, da gewaltige Sprachbarrieren herrschten, also vermuteten wir einfach, dass das schon klappen würde.

Los ging’s dann nach Havanna. Die ersten Kilometer waren noch einfach, es gab sogar ein Straßenschild, das sollte sich aber recht schnell ändern. Erstmal hielten wir nach 30km wieder an, um uns mit einer Bananenstaude einzudecken, die uns am Straßenrand angeboten wurde. Gut versorgt ging es weiter und je näher wir Richtung Havanna kamen, desto dunkler wurde es. Das war wirklich ein Problem, da auf den Straßen alle möglichen Dinge unterwegs waren: Autos mit und ohne Beleuchtung, Fahrräder, Kutschen und Leute...alle ohne Licht! So konzentrierte sich Mani auf’s Fahren und Ausweichen der metertiefen Schlaglöcher und ich übernahm die Navigation. Das war schwierig, da es keine Schilder mehr gab. Wir mussten aber eine bestimmte Adresse finden, da wir in Havanna bei Nestor (danke Babsi für den Tipp!!) ein Zimmer reserviert hatten. So fragten wir uns durch, versuchten die Karte zu interpretieren und navigierten mit dem Kompass. Irgendwann landeten wir in der Innenstadt und von da war es relativ einfach. Straßen zählen, den Kompass im Auge haben und schon wären wir da, wenn da nicht die Einbahnstraßen wären! Egal, schnell im Rückwärtsgang die Straße entlang und schon konnten wir in die Einfahrt einbiegen, die 10cm breiter war als das Auto. Das Haus war wirklich schön, auch Nestor war sehr nett und wir bezogen unseren blauen Salon mit Klimaanlage. Kurz die Sachen abgestellt und dann ging es nochmal in die Nacht hinaus. An der Tankstelle fanden wir etwas zu trinken und gönnten uns das erste kubanische Bier. In einer Pizzeria fanden wir auch noch etwas zu essen, die Klimaanlage war so kalt gestellt, dass buchstäblich Schnee aus den Luftschächten kam (kein Witz!).

Irgendwann gegen 22:00 fielen wir dann letztendlich ins Bett und freuten uns schon auf den nächsten Tag, wo wir Havanna erobern wollten.

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